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Die Zahl der in Österreich angesiedelten regionalen Unternehmenszentralen ausländischer Unternehmen stieg im Jahr 2016 weiter an: 10 Headquarters kamen dazu, drei wurden aufgelöst bzw. restrukturiert. Diese positive Bilanz ergänzen Unternehmenszentralen, die zwar schon länger bestehen, aber erst heuer registriert wurden. Die Gesamtzahl der Regional Headquarters stieg damit von 362 auf 380.

Wie in den vergangenen Jahren nahm die Zahl der ausländischen Unternehmenszentralen auch heuer wieder leicht zu. Mit Stichtag 1. Dezember 2016 beträgt die Ansiedelungsbilanz +7:

Wie angekündigt errichtete der Schweizer Roche-Konzern ein neues Unternehmen in Österreich: Das Diabetes-Headquarters für Osteuropa. Nikon etablierte im September 2016 die Nikon CEE GmbH mit Schwerpunkt Sales in Wien, und der größte Schienenfahrzeughersteller der Welt, die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC), eröffnete im Oktober 2016 in Wien die Europazentrale seines Tochterunternehmens CRRC ZELC.

Der australische Hörgeräte-Spezialist Cochlear ist seit Jahren in Österreich und CEE aktiv und startete im April 2016 das „CEE & Austria Office“ mit CEE-Headquarters-Funktionen. Im Juni 2016 teilte die europäische 3Group mit, dass ein neues „Competence Headquarter“ in Österreich die Umsetzung und Weiterentwicklung von internationalen IT Projekten im Rahmen der Oracle Plattform für die 3Group Europe übernimmt.

Einige Übernahmen machten österreichische Unternehmen zu regionalen Zentralen: Wiberg – mit Niederlassungen u.a. in Russland, Deutschland und der Schweiz – ist seit Anfang 2016 Teil der israelischen Frutarom-Gruppe. Ende Jänner 2016 gab die SVI Public Company Limited bekannt, die österreichische Seidel Electronics Group zu übernehmen, Mitte Februar wurde der Kauf offiziell abgeschlossen. Das Unternehmen tritt seither als SVI Austria GmbH am Markt auf und übernahm auch die Unternehmen Seidel Slovakia und Seidel Elektronika Hungaria sowie die Anteile an Emsisio und Sementis GmbH von der Seidel Holding GmbH. Im März 2016 wurde Hubers Landhendl vom börsennotierten Basler Fleischverarbeiter Bell gekauft. Im Sommer 2016 wechselten die Elk Fertighaus GmbH den Eigentümer. Neue Besitzerin ist die Gampen Fertighaus S.a.r.l. mit Sitz in Luxemburg. Gleichzeitig ging die in Linz ansässige IS Group Management GmbH, die am Markt als IS Inkasso Service GmbH auftritt, zu 100 Prozent an die GFKL LOWELL Gruppe in Essen, Deutschland.

Diesen zehn Neuzugängen stehen drei Abgänge gegenüber: Bis 2016 verantwortete die Bank Austria im italienischen Unicredit-Konzern die CEE-Töchter. Diese sind nun direkt – ohne zwischengeschaltetes Headquarters – an den Mailänder Mutterkonzern angegliedert. Kühne + Nagel restrukturierte im Juni 2016 den Konzern. Die Leitung von Zentral-/Osteuropa erfolgt von Hamburg aus, jene der Region Westeuropa aus Amsterdam. Wien verliert damit seine Rolle als Regional Headquarters im Konzern. Ein weiteres regionales Headquarters wurde durch Übernahme zum österreichischen Unternehmen: MCE war Teil des deutschen Bilfinger-Konzerns und wurde im Mai 2016 von der österreichischen Habau gekauft.

Darüber hinaus wurden die Recherchen über Headquarters in Österreich fortgesetzt: Das führte zu 3 Streichungen und 14 Neuaufnahmen, wodurch die Gesamtzahl der in Österreich angesiedelten regionalen Unternehmenszentralen mit Stichtag 1. Dezember 2016 auf 380 anstieg, gegenüber 362 im Jahr 2015.

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