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Am 08.08.2016 genehmigte die Jahreshauptversammlung des Finanzinstituts die Abspaltung des CEE-Geschäfts. Es wird direkt an die Mailänder Konzernmutter Unicredit angegliedert.

Aktuell steuert die Wiener CEE Division ein Netzwerk von rund 2.300 Filialen (inklusive dem türkischen Joint Venture, das sonst entsprechend dem Beteiligungsansatz betrachtet wird) und zirka 47.700 Mitarbeitern/-innen in 13 Ländern.

Die neu gegründete UCG BeteiligungsverwaltungGmbH („NewCo“), ist eine österreichische Gesellschaft, die gänzlich im Besitz der UniCredit SpA stehen wird. Diese NewCo genehmigte ebenfalls die Abspaltung des zentral- und osteuropäischen Geschäfts sowie dessen nachfolgende Übertragung in den Mutterkonzern.

Erwartet wird, dass diese Schritte gleichzeitig mit Wirkung vom 1. Oktober 2016 durchgeführt werden.

Die Bank Austria, die damit ihr einnahmeträchtiges Osteuropa-Geschäft verliert, erhielt am 04.08.2016 einen Barzuschuss von EUR 1 Milliarde durch die UniCredit SpA. Damit soll sich die heimische Bank auf die Entwicklung des österreichischen Geschäfts fokussieren.

Bis zuletzt profitierte das heimische Finanzinstitut von seinen CEE-Geschäften, wie die im August 2016 verkündeten Zahlen für das erste Halbjahr 2016 zeigen: So stieg das Ergebnis vor Steuern um 3,1 Prozent auf EUR 832 Millionen, das Konzernergebnis nach Steuern auf 626 Millionen (+27,7 Prozent, im Vorjahr Belastung durch die ukrainische Tochterbank). Das Kreditvolumen und die Kunden/-inneneinlagen wuchsen sowohl in Österreich als auch in CEE. Gesenkt wurden die Betriebsaufwendungen, um insgesamt 2,4 Prozent.

Seit 2005 zählt die Bank Austria zur italienischen Unicredit, einer der größten europäischen Bankengruppen. Die Unternehmen in Zentral- und Osteuropa wurden bisher vom Wiener Headquarters verwaltet. In Österreich hat die Bank Austria rund 170 Filialen und beschäftigt rund 6.800 Personen.