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Die China Electronics Technology Group Corporation (CETC) will EUR 11 Millionen in der Steiermark investieren. Sie zählt zu den zehn größten Unternehmen ihres Heimatlandes.

CETC ist quasi die staatliche IT- und Elektronik-Industriegruppe mit mehr als 150.000 Beschäftigten. 600 Forschungseinrichtungen und Unternehmen – darunter acht börsennotierte – sind mit dem chinesischen Konzern verbunden. Er wählte Graz als Standort seiner neuen Europazentrale. Denn nun steht die Internationalisierung auf der Agenda des Unternehmens.

Das Grazer Headquarters wird die erste CETC-Niederlassung außerhalb Asiens. Ausschlaggebend waren laut dem Land Steiermark das lokale Ausbildungsniveau und die Forschungsexzellenz im Elektronik-Bereich. Hu Aimin, der General Manager von CETC, betonte: „Österreich ist ein Land mit einer hohen Leistungsfähigkeit, das innnovationsstark und -offen ist. Und Österreich liegt im Herzen Europas und ist damit die ideale Verbindung zwischen West und Ost.”

Gute Kontakte in die Alpenrepublik hatte CETC bereits: 2015 gründete das Unternehmen mit der TU Graz das Sino-Austrian Electronic Technology Innovation Centre als starken Link zur heimischen Firmen- und Forschungsszene. Seit damals läuft auch ein Kooperationsprojekt zum Thema smartes Wassermanagement mit dem Ziel, robuste Monitoring- und Steuerungssysteme für Trinkwassernetze in China zu entwickeln. Der Plan erfolgt in 1-2-5 Schritten: 1 verweist auf den Wissenschafts- und Technologie-Innovationspark, der demnächst am neuen Firmengelände entstehen soll. 2 steht für die beiden Wirtschaftsbereiche, in denen der chinesische Konzern auch dank österreichischer Kompetenz zum Big Player am Weltmarkt aufsteigen möchte: Security und Intelligence, sprich elektronische Sicherheits- und Sicherungssysteme sowie Business Intelligence sowohl auf der Hardware- als auch auf der Software-Seite. Und 5 symbolisiert die konkreten Ausprägungen der Internationalisierung in den kommenden Jahren. So sollen sich China und Österreich lebendig austauschen, beispielsweise durch Gast-Professuren oder Fachkräfte-Austauschprogramme. Geplant ist auch die Zusammenarbeit in der technologischen Weiterentwicklung im Bereich der zivilen IT-Nutzung, z.B. durch die Produktion von Telekommunikations- und elektronischen Geräten oder Software.