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Am 30.06.2016 präsentierte die Statistik Austria mit den endgültigen Außenhandelsdaten 2015 ein erfreuliches Ergebnis: Österreich exportierte im Vorjahr Waren im Wert von EUR 131,54 Milliarden, das sind um 2,7 Prozent mehr als 2014.

Die Einfuhren waren EUR 133,53 Milliarden Wert (+2,8 Prozent), was ein Handelsbilanzdefizit von EUR 1,99 Milliarden bedingte (2014: EUR -1,74 Milliarden). In den letzten fünfzehn Jahren erzielte die Alpenrepublik zweimal einen Handelsbilanzüberschuss (2002 und 2007). Seit 2000 stiegen die Ausfuhren stetig an, die Ausnahme bildete 2009. Die EUR 100-Milliarden-Marke der Ausfuhr- bzw. Einfuhrwerte wurde erstmals 2006 überschritten.

Fast 90 Prozent der österreichischen Ausfuhren machen vier Produktgruppen aus. Am wichtigsten waren „Maschinen und Fahrzeuge“ (Zuwächse Einfuhranteil: 34,1 Prozent, Ausfuhranteil: 39,8 Prozent) mit EUR 52,38 Milliarden (+4,7 Prozent), gefolgt von „Bearbeitete Waren” (+2,3 Prozent auf EUR 28,79 Milliarden), „Chemische Erzeugnisse“ (+0,7 Prozent auf EUR 17,91 Milliarden) und „Sonstige Fertigwaren“ (+2,5 Prozent auf EUR 15,23 Milliarden).

81,9 Prozent der Einfuhren und 77,8 Prozent der Ausfuhren verteilten sich 2015 auf die 15 bedeutendsten Handelspartner/-innen Österreichs – auf die Top 30 sogar über 90 Prozent. Mehr als die Hälfte des Außenhandels wurde mit fünf Staaten abgewickelt, darunter China, die Schweiz und die USA. Bedeutendster Partner war Deutschland mit einem Einfuhranteil von 36,9 Prozent und einem Ausfuhranteil von 30,0 Prozent.

Besonders stark stiegen die Einfuhren aus den USA (+19,3 Prozent), Polen (+16,2 Prozent), der Schweiz (+13,0 Prozent) und China (+8,7 Prozent). Wichtigste Ausfuhrpartner waren Deutschland, die USA und Italien. Mit UK gab es 2015, vor dem Brexit-Entscheid, eine positive Bilanz: der Einfuhr-Warenwert betrug EUR 2,45 Milliarden, jener der Ausfuhren EUR 4,18 Milliarden.

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