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In der jährlichen Mercer-Studie liegt die chinesische Stadt ganz oben bei den Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsandte Beschäftigte. Wien rangiert auf dem 54. Platz.

Hongkong (chinesische Sonderverwaltungszone) ist erstmals vor Luanda (Angola) der teuerste Platz zum Leben für Expatriates. Dahinter folgen unverändert Zürich und Singapur.

Finanzielle Einflussfaktoren sind vor allem Wechselkurse, Güter- und Dienstleistungsinflation sowie stark schwankende Preise für Wohnräume. Die weltweit niedrigen Inflationsraten ließen die Kosten rund um die Welt relativ stark steigen. Für Unternehmen sind die Vergütungspakete ihrer Expatriates ein wichtiger Kostenfaktor. Dabei gewinnen Auslandsentsendungen laut den Studienautoren/-innen als Teil der Geschäftsstrategie eines wettbewerbsfähigen internationalen Unternehmens zunehmend an Bedeutung – ungeachtet technischer Fortschritte und der Tatsache, dass Belegschaften global vernetzt sind.

Hinter den Top vier liegen Tokio (Japan), das sich deutlich verteuerte, Kinshasa (Demokratische Republik Kongo), Shanghai (China), Genf (Schweiz), N’Djamena (Tschad) und Peking (China).

Wien wurde unter den zehn teuersten europäischen Metropolen auf den neunten Rang gereiht, im weltweiten Vergleich auf den 54. Die deutschen Städte wurden alle teurer: München liegt auf Rang 77, gefolgt von Frankfurt (88), Berlin (100), Düsseldorf (107), Hamburg (113), Stuttgart (129), Nürnberg (160) sowie als günstigste deutsche Stadt Leipzig auf Rang 165. Den deutlichsten Sprung machte die Hansestadt Hamburg, die im Ranking um 11 Plätze nach oben kletterte. Preistreiber sind vor allem die Wohn- und Wohnnebenkosten.

Die weltweit günstigste aller 206 untersuchten Städte ist Windhoek (Namibia).

Für die Studie verglich Mercer 2016 die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Freizeitangebote.

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