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Der heimische Standort belegt Platz 24 unter allen 61 untersuchten Ländern im World Competitiveness Yearbook der Lausanner Managementschule IMD. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Österreich zwei Plätze gut machen.

2015 lag Österreich auf Platz 26 im IMD-Ranking, 2016 besser auf Platz 24. Allerdings ist der heimische Standort damit noch immer deutlich vom Bestwert 2007 (Position 11) entfernt.

Die Ergebnisse der vier übergeordneten Kategorien: Rang 19 bei der (volks-)wirtschaftlichen Performance, Rang 35 bei der Effizienz der Verwaltung, 22. Platz bei der Unternehmens-Effizienz und Rang 12 bei der Infrastruktur.

Größter Kritikpunkt ist das Steuersystem, bei dem das Land nur den vorletzten Platz erreicht. Betreffend Defizit- und Schuldensituation liegt Österreich ebenfalls im hinteren Drittel. Zu diesem Punkt verbesserte sich jedoch die Wahrnehmung internationaler Manager/-innen im vergangenen Jahr.

Der Chefökonom des IMD-Teams, Christos Cabolis, meinte in Medienberichten, dass die Steuerlast relativiert werde. Denn die hohen Steuern würden in eine vergleichsweise gute Infrastruktur investiert. Im Vorjahresvergleich wurden die öffentlichen Leistungen positiver bewertet. Weitere Verbesserungen: Forschung, Aufnahme von Risikokapital, das Finden qualifizierter Fachkräfte.

Studienautor Arturo Bris empfiehlt, dass Österreich seine Attraktivität für Investitionen und Talente aus dem Ausland erhöhen solle. Dies könne z.B. durch die Fiskalpolitik geschehen. Ein Signal an Experten/-innen und Unternehmen, dass man sie gerne im Land haben würde, könnten z.B. Steuererleichterungen für bestimmte Branchen sein.

An der Weltspitze setzten sich Hongkong und die Schweiz vor die USA und Singapur. Auf den Plätzen 5 – 10 folgen Schweden, Dänemark, Irland, die Niederlande, Norwegen und Kanada. Luxemburg liegt auf Rang 11 vor Deutschland (12). Schlusslichter sind die Griechenland, Brasilien, Kroatien, die Ukraine, die Mongolei und Venezuela.

Für ihr Ranking verglichen die Studienautoren/-innen rund 340 Kriterien in den vier übergeordneten Kategorien. Die Befragung von 5.400 Managern/-innen in den berücksichtigen Ländern wurde mit einem Drittel gewichtet, zwei Drittel machten ökonomische Daten aus.

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