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Ein neues Gesetz verpflichtet große Unternehmen dazu, ab 2017 über wesentliche Nichtfinanzkennzahlen zu berichten. Beim Businessfrühstück von Headquarters Austria, das am 6. Dezember 2016 in Kooperation mit respACT und EY Österreich durchgeführt wurde, diskutierten ExpertInnen über Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung.

respACT Geschäftsführerin Mag. Daniela Knieling berichtete über den derzeitigen Stand der Umsetzung der neuen EU-Richtlinie in österreichisches Recht. DI Georg Rogl, Senior Senior Manager bei EY im Bereich Climate Change & Sustainability Services, präsentierte Details des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes, NaDiVeG.

Im Anschluss führte Leo Hauska, Geschäftsführer von Hauska & Partner sowie Vorstand von Headquarters Austria, durch eine Diskussion mit zwei versierten Praktikerinnen, Dr. Tanja Daumann, Nachhaltigkeitsmanagerin RZB AG und Daniela Werdecker, Corporate Communications & IR, Head of Sustainability Management, Palfinger AG. Tanja Daumann strich hervor, dass die RZB bereits seit fünf Jahren einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI G4 legt und sich als von der Richtlinie betroffenes Unternehmen gut vorbereitet sieht. Eine für Daumann offene Frage ist der Umfang der Berichtspflicht, beispielsweise im Bereich Lieferkette bzw. ob die angegebene MitarbeiterInnenzahl sich auf Vollzeitäquivalente bezieht. Aus Sicht von Daniela Werdecker ändert sich für Palfinger durch die Richtlinie wenig; die Nachhaltigkeitsinformationen werden in einem integrierten Geschäftsbericht veröffentlicht. Konkretere Anforderungen wie bestimmte Kennzahlen hätten aus ihrer Sicht als Teil des österreichischen Gesetzestexts Sinn gemacht. Werdecker wies darauf hin, dass ihr Unternehmen 2018 auf GRI Standards umsteigen wird.

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