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Bei den Innovationen und der Steuer-Planungssicherheit legte Österreich zu, die Wettbewerbsfähigkeit entwickelt sich schlechter.

Der Deloitte.Radar, eine Meta-Studie, kombiniert mehrere Standort-Bewertungen. Österreich erreichte einen Indexwert von 2,86 (im Vorjahr; 3,00). Der dringendste Handlungsbedarf besteht bei den Kosten, sowohl hinsichtlich der Steuer- und Abgabenlast als auch bei der Bewertung der Lenkungseffekte. Die jüngste Steuerreform und damit verbundene Vorgaben wie die Registrierkasse brachten einen positiven Impuls. Deloitte bewertet die Reform zwar neutral, jedoch sehen die Kunden/-innen des Beratungsunternehmens nun mehr Planungssicherheit als früher. Das Ziel der Finanzverwaltung, sich zur besten Abgabenverwaltung der Welt zu entwickeln, nehmen die Experten/-innen ebenfalls positiv wahr. Beim E-Government, den Online-Service-Leistungen für Bürger/-innen, ist Österreich bereits international führend.

Erforderlich wären Veränderungen im politischen und makroökonomischen Umfeld: die Wachstumsrate ist eine der niedrigsten Europas, die Investitionen sinken, die Staatsverschuldung ist hoch und die Arbeitslosigkeit steigt. Auch der Bürokratieaufwand ist im europäischen Vergleich hoch, viele Einzelregelungen und vergleichsweise wenig Flexibilität verschlechtern die Bewertung in Standort-Rankings.

Bei der Innovationsquote zählt Österreich zu den europäischen Spitzenreitern. Auch die gut ausgebaute Infrastruktur ist top. Bedarf besteht beim Aufholen auf den raschen technologischen Fortschritt sowie bei der dafür notwendigen IKT-Infrastruktur. Beim Bildungsbereich sollte die Abkehr von der Fehlersuchkultur zur Förderung von Stärken im Vordergrund stehen. Im Ranking sehr positiv bewertet wurden der Rückgang der Korruption (Basis: Erhebung von Transparency International) sowie die hohe Lebensqualität.

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