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Im Innovationsanzeiger der Europäischen Union, dem „European Innovation Scoreboard“, überholte Österreich Frankreich. Die Alpenrepublik lag 2015 auf Platz 10 der innovativsten Staaten Europas (2014: Platz 11).

Als „Strong Innovator“ übertrifft Österreich den EU-Schnitt in fast allen Bereichen. Die Ausnahme sind „Ökonomische Effekte“ wegen der schlechten relativen Performance in „Lizenz- und Patent-Umsätzen aus dem Ausland“ sowie „Exporte Wissens-intensiver Dienstleistungen“. Stärken sind vor allem „Internationale wissenschaftliche Ko-Publikationen“, „Public-Private Ko-Publikationen“, „Community Designs“ (eine EU-weite Schutzform für Produkt-Designs), „Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Wirtschaft“, sowie „Gemeinschaftsmarken“ (Community Trademarks). Die meisten Dimensionen wuchsen, allen voran die „Internationalen wissenschaftlichen Ko-Publikationen“ (plus 7,1 Prozent).

Eine Analyse des Wirtschaftsministeriums nennt Nachholbedarf vor allem bei der Umsetzung von neuen Ideen auf dem Markt oder auch bei ergänzenden Finanzierungsmodellen wie Venture Capital sowie bei Doktoratsstudierenden aus Nicht-EU-Staaten.

Insgesamt ist Österreich noch nicht auf dem Stand von 2010: 2011 wurde ein Abfall verzeichnet, 2012–2013 gab es eine Erholung, 2014 und 2015 verschlechterte sich die Performance weiter. Die beste Innovationsleistung im Vergleich zum EU-Schnitt zeigte die Alpenrepublik 2010 (119 Prozent), 2015 rangierten sie 13,3 Prozent über dem EU-Schnitt. Ein Lichtblick ist die Firmen-Forschungsquote. Sie lag 2015 erstmals über drei Prozent (3,01 Prozent) und soll Prognosen zufolge auch 2016 weiter wachsen.

EU-weit wichtigstes Ergebnis ist, dass die Union zu den USA und Japan aufholte. Schweden bleibt Innovationsführer und Lettland verzeichnete den schnellsten Innovationszuwachs.

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