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Das europäische Patentamt verzeichnete 2015 einen neuen Anmeldungs-Spitzenwert. Aus Österreich kamen 1,4 Prozent mehr. Heimische Unternehmen sind vor allem im Technologiefeld „Elektrische Maschinen, Geräte und Energie“ stark.

Im Frühjahr 2016 präsentierte das Europäische Patentamt (EPA) seine Statistik über das Jahr 2015: Die Patenteinreichungen (erste Schritte zur Anmeldung) stiegen um 1,6 Prozent auf 279.000. Bei den tatsächlichen europäischen Patentanmeldungen gab es 4,8 Prozent plus auf 160.000). Aus Österreich wurden 1,4 Prozent Wachstum bei den Anmeldungen verzeichnet (auf 1.992). Im europäischen Vergleich liegt die Alpenrepublik damit auf dem zehnten Platz, im weltweiten wie 2014 auf dem 14. Rang. Im Verhältnis der Anmeldungen zur Bevölkerungszahl hält Österreich auf dem siebenten Platz mit 230 Anmeldungen pro Million Einwohner/-innen. Der EU-28-Schnitt lag bei 132. Angeführt wird das Ranking von der Schweiz (873), vor Österreich liegen auch die Niederlande (419), Schweden (392), Finnland (365), Dänemark (346) und Deutschland (307).

Aus einigen südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Portugal verzeichnete das EPA steigende Anmeldungen, international legten vor allem die USA und China zu. Die meisten Anmeldungen stammten aus den USA (42.692, +16,4 Prozent), Deutschland (24.820, -3,2 Prozent), Japan (21.426, -3,1 Prozent), Frankreich (10.781, +1,6 Prozent), den Niederlanden (7.100, +3,3 Prozent), der Schweiz (7.088, +3,3 Prozent), Südkorea (6.411, +4,0 Prozent), China (5.721, +22,2 Prozent), UK (5.037, +5,7 Prozent) und Italien (3.979, +9,0 Prozent). Auf dem elften Rang folgten Schweden (3.839, -0,9 Prozent), dahinter Belgien (2.041, +5,9 Prozent), Finnland (2.000, -8,3 Prozent) sowie Österreich (1.992, +1,4 Prozent) auf dem 14. Rang.

Die Top-Anmelder/-innen aus der Alpenrepublik 2015 waren Borealis, Zumtobel, Tridonic AMS und Grass. International führt Philips vor Samsung, LG, Huawei und Siemens. Unter den Top 10 sind vier europäische Unternehmen, drei aus den USA, zwei aus Südkorea und eines aus China.

Anmeldestärkstes österreichisches Technologiefeld war „Elektrische Maschinen, Geräte und Energie“ (12 Prozent). Aus dem Bauingenieurswesen stammten sieben Prozent, gefolgt von Spezialmaschinen, Transport (jeweils rund 6 Prozent) sowie Medizintechnik und Makromolekulare Chemie, Polymere (je rund 5 Prozent).

Wien lag bei der Zahl der Anmeldungen vorne, dahinter Oberösterreich, die Steiermark und Vorarlberg. Die größten Zuwächse verzeichnete das EPA in Tirol (+25,9 Prozent) und Vorarlberg (+22,6 Prozent).

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