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Die österreichische Verpackungsspezialistin steht seit 2015 im Mehrheits-Besitz der französischen Wendel Gruppe. 2017 verkündete sie den Kauf von Italiens größter Herstellerin von Verschlusslösungen für Milcherzeugnisse sowie den Ausbau mehrerer Werke. Hingegen schließt sie die Produktionsstätte im rumänischen Bukarest.

Seit März 2017 gehört die italienische TR Alucap S.r.l. zu Constantia Flexibles. Sie beschäftigt über 50 Personen und ist spezialisiert auf Aluminium-Platinen und Kunststoff-Folien für italienische Molkereien und internationale Nahrungsmittelproduzenten. Ihr Umsatz beträgt rund EUR 20 Millionen. Constantia Flexibles will durch den Kauf die eigene Führungsrolle auf dem europäischen Markt für Folienverpackungen stärken.

In Belgien und Deutschland investierte Constantia Flexibles in neue Drucktechnologien:

  • Fast EUR drei Millionen flossen in die deutsche Produktionsstätte in Wangen. Bei der Tochterfirma Constantia Nusser sollen Erweiterungen und eine neue Anlage den Druck vereinfachen. Sie erlauben auch die Stilllegung von Altanlagen und den Ausstieg aus der Lösemitteltechnologie, was die Umweltbilanz von Nusser verbessert. In den nächsten Monaten werden die neuen Kapazitäten stufenweise hochgefahren.
  • Am belgischen Standort Löwen geht im zweiten Quartal 2017 eine neue Vier-Farben-UV-Flexo-Druckmaschine in Betrieb. Sie ist vor allem für Kunden/-innen mit kleinen bis mittelgroßen Mengen gedacht und senkt die Lösemittelemissionen der lokalen Produktion deutlich. Das belgische Werk zählt zur Division Constantia Flexibles Pharma, der nach Eigenangaben weltweit zweitgrößten Herstellerin von flexiblen Verpackungen für die Pharmaindustrie. Zu dieser Unternehmenseinheit gehören Produktionsstandorte in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Vietnam, Großbritannien und Belgien.

Hingegen wird das Werk in Bukarest voraussichtlich bis Juli 2017 geschlossen. Rund 90 Beschäftigte sind davon betroffen. Der Grund ist eine Optimierung der Produktionskapazitäten für filmbasierte, flexible Verpackungen. Constantia Flexibles beliefert in Zukunft seine Kunden/-innen aus der Süßwaren- und Snack-Branche nur mehr aus den großen Standorten Weiden in Deutschland, Ankara in der Türkei und Kleszczów in Polen. Aktuell bedient die Constantia Flexibles Food Europe Division mit zwölf Produktionsstandorten in acht Ländern die Dairy, Processed Meat und Confectionery/Processed Food Industrien.

2016 erzielte Constantia Flexibles EUR 2,1 Milliarden Umsatz, das ist ein 8,6-prozentiges Plus. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Veränderungen im Produktportfolio betrug das organische Umsatzwachstum 1,5 Prozent. Ihre Akquisitionen in diesem Jahr trugen EUR 152,3 Millionen dazu bei: Afripack (Food und Labels), Pemara (Labels) und Oai Hung (Pharma). Das operative EBITDA auf Konzernebene lag bei EUR 301,8 Millionen (plus 14,7 Prozent), das Konzernergebnis blieb mit EUR 57,4 Millionen stabil. Alle Märkte wuchsen, durch Mengenzuwächse sowie durch Verbesserungen bei den Preisen und beim Produktmix.

Drei Säulen sollen zum weiteren Wachstum beitragen:

  • Weiterentwicklung der Geschäfte in schnell wachsenden Regionen
  • Akquisitionen, um die geografische Expansion zu unterstützen und die globale Marktführerschaft zu untermauern
  • Optimierung der Strukturen und Maximierung der Synergien durch Exzellenz-Programme

Constantia Flexibles beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter/-innen in 55 Produktionsstandorten in 23 Ländern. Das Geschäft des Wiener Unternehmens gliedert sich in drei Segmente: Food, Pharma und Labels.