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Für den Corruption Perceptions Index (CPI) 2016 kombinierte Transparency International Analysen und Umfragen unter international tätigen Managern. Österreich erhielt 75 Punkte (2015: 76) und erreichte den 17. Rang (2015: 16.) aller 176 Staaten. Hong Kong zog mit 77 Punkten vorbei (2015: 75 Punkte).

Damit blieb die Alpenrepublik im Vergleich der letzten drei Jahre stabil, nach einem Absturz von Rang 16 (2011) auf Rang 25 im Jahr 2012 auf Grund mehrerer aufgedeckter Korruptions-Skandale.

Im EU-Vergleich lag Österreich im Mittelfeld, im DACH-Raum hinten: Die Schweiz erreichte im CPI 2016 den 5. Rang, Deutschland den 10.

Dänemark (90 Punkte), Neuseeland (90) und (Finnland (89) galten als am wenigsten korrupt. Am anderen Ende der Rangliste: Nordkorea, Syrien, der Südsudan und Somalia.

Berechnungsbasis des Corruption Perceptions Index (CPI) sind vergleichende Länderanalysen von NGOs, Stiftungen und Unternehmensberatungsagenturen sowie Umfragen unter Managern und Managerinnen vor allem international tätiger Unternehmen aus den vergangenen ein bis drei Jahren. In diesen wird die Wahrnehmung der Verbreitung von Bestechlichkeit sowie effektiver Mechanismen zur Bekämpfung und Prävention von Korruption im öffentlichen Sektor der jeweiligen Staaten bewertet. Der CPI bildet den Mittelwert daraus, umgerechnet auf eine Skala von 0 (umfassende Korruption) bis 100 (keine Korruption).

Laut Transparency International setzte Österreich mit Schritten wie dem Anfütterungsverbot oder der Kronzeugenregelung bereits erste richtige Schritte. Die NGO fordert aber auch Offenlegungspflichten für Verträge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft (z.B. zu privater Drittmittelfinanzierung). Namentlich genannt werden sollten die Empfänger von Zuwendungen der Pharmaindustrie. Der aktuelle Gesetzesentwurf des Informationsfreiheitsgesetzes solle so gestaltet werden, dass er tatsächlich die Amtsverschwiegenheit ändere. Zu überarbeiten wären aus der Sicht von TI auch Lobbying-Gesetz und -Register. Außerdem sollten auch Hinweisgeber aus der Privatwirtschaft geschützt werden, nicht nur Beamte.

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