Print Friendly, PDF & Email

Laut CBRE lag das Gesamtinvestmentvolumen am österreichischen Immobilienmarkt bei EUR 2,7 Milliarden, 44 Prozent der Transaktionen entfallen auf internationalen Investoren/-innen. In den CEE-Ländern legte die Nachfrage deutlich zu.

Für 2016 war ein Rekord-Investmentjahr angekündigt. Doch nach den EUR 3,9 Milliarden im Jahr 2015 war das Gesamtinvestmentvolumen mit EUR 2,7 Milliarden im Jahr 2016 deutlich geringer. „Der primäre Grund für diese Zahlen liegt im Phänomen der Forward Deals, d.h. es wurden Transaktionen gesigned, das Closing ist allerdings erst im Jahr 2017“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich. „Nachdem diese Deals nun 2017 geclosed werden, gehen wir davon aus, dass das Volumen in diesem Jahr wieder ansteigen wird“.

Ähnlich wie 2014 und 2015 entfallen 56 Prozent der Investitionen auf nationale Investoren/-innen, 44 Prozent auf internationale (darunter 12 Prozent aus Deutschland).

2016 besonders gefragt waren Büroimmobilien (41 Prozent) und Hotels (26 Prozent). Retailimmobilien stellten 2015 mit rund 30 Prozent die zweitstärkste Assetklasse, 2016 lagen sie mit 13 Prozent auf dem dritten Platz. Vier Transaktionen erzielten 2016 mehr als EUR 100 Millionen Investmentvolumen; für 2017 rechnet CBRE mit mehr dieser Großtransaktionen.

Zum Jahresende 2016 gaben die Renditen nur leicht nach, was aus CBRE-Sicht für Österreichs Ruf als sehr stabilen Investmentmarkts spricht: Für Büroimmobilien betrug die Spitzenrendite 4,0 Prozent (20 Basispunkte unter dem Vorjahreswert). Logistikimmobilien brachten 5,75 Prozent, Fachmarktzentren 5,70 Prozent und High Street Retail 3,40 Prozent.

Der Investmentmarkt in CEE wird immer beliebter und verzeichnete das bisher höchste Volumen: EUR 17,9 Milliarden wurden 2016 in der Region investiert. Das sind um 4 Milliarden (29 Prozent) mehr als 2015. Polen war der stärkste Markt mit EUR 4,7 Milliarden, in Tschechien wurden EUR 3,8 Milliarden in Immobilien investiert. Ungarn war vor fünf Jahren beinahe auf Null, 2016 verbuchte der Markt EUR 1,7 Milliarden an Investments.

Gleichzeitig sank die Nachfragekurve am Büromarkt in den CEE-Hauptstädten. Die Ausnahme ist Warschau; hier soll der Anteil bürobasierter Arbeit bis 2020 europaweit am stärksten wachsen. Damit steigt die Nachfrage nach Büroflächen. Bereits jetzt werden hier die Spitzenmieten in der Region erzielt (EUR 23/m2/Monat). Budapest liegt nur knapp hinter der polnischen Hauptstadt.

Weitere Informationen