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Die österreichische Luftfahrtlinie im Besitz der deutschen Lufthansa transportierte 2016 rund 11,4 Millionen Fluggäste.

Um 5,1 Prozent stieg das Passagiervolumen der Austrian Airlines 2016. Das entspricht 547.000 mehr Fluggästen als 2015. Zurückzuführen ist der Zuwachs vor allem auf den stärkeren Nachbarschaftsverkehr zwischen Österreich und Deutschland. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) stiegen 2016 um 4,9 Prozent auf mehr als 24,4 Milliarden. Abgesetzt wurden 18,6 Milliarden (ausgelastete Sitzkilometer, RPK), das sind um 2,3 Prozent mehr als 2015.

Im Durchschnitt waren die Austrian-Flüge zu 76,1 Prozent ausgelastet, was 1,9 Rückgang gegenüber 2015 bedeutet. 2016 führte die österreichische Fluglinie 136.112 Flüge durch. Das entspricht rund 372 Flügen pro Tag.

Im Jänner verkündete Austrian den ersten Streckenausbau für 2017: Ab dem Sommer fliegt sie vier Mal pro Woche ins iranische Schiras. In Isfahan wird der Airbus einen Zwischenstopp einlegen. Mit den ergänzenden Flügen – bis zu 14 Mal pro Woche nach Teheran, vier mal pro Woche nach Isfahan – webt die Fluglinie ihr Netz mit dem Iran noch enger. Eigenen Angaben zufolge bietet keine andere Airline in Westeuropa so viele Flüge in das vorderasiatische Land an.

Bereits Ende 2016 hatte Austrian Airlines mehr Sommer-Flüge angekündigt: Hamburg, Paris, Mailand, Stockholm und Zürich sollen verstärkt angeflogen werden, insgesamt plant die Fluglinie 46 zusätzliche Flüge pro Woche. Dafür stockt sie ihre Kapazitäten mittels Wet-Lease von fünf A320-Airbus von Air Berlin auf.

Für 2017 sucht die Austrian Airlines erstmals auch wieder Piloten/-innen ohne Flugerfahrung. Ausgebildet werden sie in der Konzernflugschule „European Flight Academy“. Der zusätzliche Bedarf entsteht in Zusammenhang mit der Umschulungswelle, die durch die Umflottung von 21 Fokker-Flugzeugen auf 17 Embraer ausgelöst wurde, sowie durch die Ausweitung der Flotte um zwei Airbus A320 und ein Langstreckenflugzeug der Type Boeing 777, die voraussichtlich ab Sommerflugplan 2018 zum Einsatz kommen.

Die engere Verzahnung steht bei den Technik-Töchtern auf dem Plan: Die Tyrolean Technik mit Sitz in Innsbruck und die Austrian Technik Bratislava (ATB) sollen zukünftig besser kooperieren, um stärker am Drittmarkt aufzutreten. Beide Technikbetriebe beziehen ihren Umsatz zu jeweils etwa 60 Prozent von Kunden/-innen außerhalb der Austrian Airlines. Die ATB konzentriert sich auf die Schwerwartung von Fokker und Embraer Jets, die Tyrolean Technik ist Spezialistin für die Linien- und Schwerwartung von Bombardier Dash 8-400. Eine gesellschaftsrechtliche Verschränkung plant der Konzern nicht.

Die Austrian Airlines sind Österreichs größte Fluggesellschaft, ihr weltweites Streckennetz umfasst 130 Destinationen. Besonders viele – 37 – gibt es in Zentral- und Osteuropa an. Heimatflughafen ist Wien. Seit 2009 gehört die österreichische Fluglinie zum deutschen Lufthansa-Konzern.