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Österreich steuert den Schritt in weitere Märkte. Dem lokalen Headquarters-Geschäftsführer zufolge punktet die Alpenrepublik mit Verständnis für die Nachbarländer.

Vor neun Jahren erhielt Andreas Chromy den Auftrag, den Standort Österreich aufzubauen. In Medienberichten zieht er Anfang 2017 darüber Resümee – und über den Schritt nach Osteuropa. Die deutsche Zentrale schätzt laut Chromy, dass sich die Österreicher besser als die Deutschen in die Kultur ihrer osteuropäischen Nachbarn/-innen einfühlen können. Im Konzern ist die Rolle der Alpenrepublik als Headquarters einzigartig, ansonsten steuert nur die Zentrale insgesamt 26 Auslandsniederlassungen.

Seit Gründung der ungarischen Tochterfirma (2012) wird diese von Österreich verantwortet, ebenso die slowakische Gesellschaft (seit 2015). 2018 soll eine Niederlassung in Rumänien hinzukommen. Hier gibt es noch viele EU-Förderungen zur Modernisierung der Infrastruktur, was viele internationale Unternehmen anziehen soll.

Das Ziel, den Umsatz in Ungarn, der Slowakei und Rumänien 2016 um bis zu 30 Prozent zu erhöhen, wurde erreicht. Wachstumspotenzial ortet Murrelektronik in Serbien, Kroatien oder Bulgarien. Aus Chromys Sicht bleibt das Regional Headquarters in Schwechat ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der internationalen Expansionspolitik des deutschen Mutterunternehmens.

Global arbeiten 2.000 Personen bei Murrelektronik. Produziert wird am Oppenweiler Stammhaus, im deutschen Stollberg, im tschechischen Stod sowie in Shanghai. Die Produktpalette umfasst elektrische und elektronische Installationskonzepte, vom Schaltschrank über die Schnittstelle bis ins Feld von Maschinen- und Anlageninstallationen. Logistik, Automobil, Lebensmittel und Maschinenbau sind die Hauptabnehmer/-innen.