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Die Studie der Wirtschaftsuniversität Insead zeigt, dass es die klügsten Köpfe gerne in die Alpenrepublik zieht. Wien erringt im Städte-Vergleich ebenfalls eine Top-Platzierung.

Platz 18 beim Global Talent Competitiveness Index (GTCI) 2017 bedeutet für Österreich, dass sich die Nation unmittelbar hinter Deutschland (17) und noch vor große Industrieländer wie Japan (22) oder Frankreich (24) setzen konnte. Den ersten Platz belegt die Schweiz, dahinter folgen Singapur, Großbritannien und die USA. Platz sechs bis 10 erreichten Schweden, Australien, Luxemburg, Dänemark, Finnland und Norwegen.

Um die Fähigkeit eines Landes im Wettbewerb um die besten Talente zu messen, definierten die Forscher sechs Pfeiler: Lebensqualität (Retain), Rahmenbedingungen (Enable), berufliche und technische Fähigkeiten, Attraktivität, Wachstum und Allgemeinwissen. In zwei Subkategorien von Retain errang Österreich den ersten Platz: Beim Lebensstil und beim öffentlichen Sanitätswesen.

Allgemein erreichen entwickelte Länder mit hohem Einkommen die besten Positionen. Zwischen dem BIP pro Kopf und dem GTCI-Ergebnis besteht eine hohe Korrelation. Dabei dominieren europäische Staaten, 16 davon sind unter den Top 25.

Die Fokusfrage 2017 lautete, wie die Technologie den Wettbewerb um Talente und das Arbeitsleben beeinflusst. Dabei kristallisierten sich laut Insead sieben Schlüsselbotschaften heraus:

  1. Über die Automatisierung hinausdenken.
  2. Technologien verändern die Natur der Arbeit.
  3. Technische Fähigkeiten PLUS soziale/Projektkompetenzen machen das neue Talent-Profil aus.
  4. Die Bildungs- und Beschäftigungs-Politik muss sich an die transformativen Änderungen der vierten industriellen Revolution anpassen.
  5. Erfolgreicher, transformativer Wandel geschieht meist dort, wo es starke Ökosysteme gibt.
  6. Nationale Strategien beginnen, sich auf diesen Wandel einzustellen, aber zu langsam.
  7. Städte und Regionen weisen den Weg.

Erstmals untersuchte Insead auch 46 Städte. Top sind Kopenhagen, Zürich, Helsinki, San Francisco und Göteborg. Diese Orte vereint eine hohe Lebensqualität, eine hohe Konnektivität und sehr gute Chancen für internationale Karrieren. Mit Platz 15 reiht sich Wien unmittelbar hinter New York und vor London ein. In der Kategorie „Retain“ (Rahmenbedingungen) ist Österreichs Hauptstadt die Nummer eins, beim Nutzen der Talente („Utilise Skills“) die Nummer fünf. Platz sechs gibt es bei der Anziehungskraft für Talente.

Seit 2013 wird der Index der Wettbewerbsfähigkeit von der französischen Wirtschaftsuniversität INSEAD gemeinsam mit Partnern/-innen berechnet.

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