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Der österreichische Elektronik-Auftragsfertiger ist in Österreich und drei CEE-Staaten aktiv. Mit dem Kauf verfügt die thailändische SVI über Produktionsstandorte in Europa.

Der bisherige Eigentümer von Seidel Elektronik begründet den Schritt damit, dass ein schnelleres Wachstum und eine globale Aufstellung nötig wären. Dies soll die neue Besitzerin SVI ermöglichen. Aktuell erwirtschaftet das thailändische Unternehmen mehr als 80 Prozent seines Umsatzes in Europa. Fertigungsstätten in der Region fehlten bisher. Die übernommenen Werke in Österreich, der Slowakei und Ungarn sollen ausgebaut werden. Seidel sei, so die Neo-Eigentümerin, in der DACH-Region gut verankert. Dies könne SVI mit ihrem Skandinavien-Schwerpunkt ergänzen. Der aktuelle Beschäftigtenstand von 700 Personen soll beibehalten werden, der Wachstumskurs fortgesetzt und die Kapazitäten erweitert.

Seidel Elektronik wurde 1993 in Deutschlandsberg gegründet. Das Unternehmen ist Auftragsfertiger für elektronische Baugruppen, Komplettgeräte, Kabel und Systeme. Die Kunden/-innen sind hautsächlich in Asien und China aktiv. Innerhalb der letzten 23 Jahre wurden die Beschäftigten-Anzahl verzehnfacht und der Umsatz auf EUR 90 Millionen verzwanzigfacht.

SVI Public Company Limited startete 1985 und ist an der thailändischen Börse notiert. Das Unternehmen verfügt über fünf Produktionsanlagen in Thailand und baut derzeit in Kambodscha ein weiteres Werk. 2.450 Personen arbeiten für SVI, die laut Eigenangaben zu den Top 50 Electronic Manufacturing Services Firmen zählt.