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Österreich erreicht beim „Inklusiven Entwicklungsindex“ (Inclusive Development Index, IDI) den 10. Platz. Der neue Index wurde vom Weltwirtschaftsforum als Alternative zum Bruttoinlandsprodukt entwickelt.

Der IDI umfasst nicht nur wirtschaftliche Kennzahlen, sondern gibt darüber Auskunft, wie ökonomisches Wachstum bei allen Bevölkerungsschichten ankommt. Er weist drei neue nationale „Key Performance Indicators“ (KPI) aus:

– Wachstum und Entwicklung umfasst neben dem BIP-Wachstum auch die Erwerbstätigkeit, die Produktivität sowie die gesunde Lebenserwartung.
– Für das zweite Kriterium, Inklusion, kombiniert das Weltwirtschaftsforum das mittlere Haushaltseinkommen, Armut sowie zwei Messgrößen zur Ungleichheit (Gini-Index).
– Bei der Generationen-Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit werden die bereinigten Netto-Ersparnisse betrachtet, ebenso der Abhängigkeitsquotient, sowie die Staatsschulden und die Kohlenstoff-Intensität jeweils gemessen am BIP.

Den ersten Platz erreicht Norwegen mit 6,02 Punkten von maximal 7. Auf den Rängen folgen Luxemburg (5,86), die Schweiz (5,75), Island (5,48), Dänemark (5,31), Schweden (5,30), die Niederlande (5,28), Australien (5,18) und Neuseeland (5,09). Auf Platz zehn reiht das Weltwirtschaftsforum Österreich mit 5,05 Punkten. Deutschland liegt mit 4,99 drei Ränge dahinter, gefolgt von Kanada (4,90), Frankreich (4,83), UK (4,69) sowie den USA (4,44). Insgesamt umfasst der erste Bericht, der im Jänner 2017 präsentiert wurde, 109 Länder.

Neben der Bewertung der einzelnen Länder beinhaltet der Bericht auch politische Empfehlungen, die das weltweite, inklusive Wachstum fördern sollen. Untersucht werden etwa der politisch gesteuerte Einkommensausgleich oder Public-Private-Investitionen in nachhaltige Infrastruktur.

 

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