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2018 kann sich Wien zum neunten Mal in Folge als Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit behaupten. Im internationalen Vergleich liegt die österreichische Hauptstadt damit vor Zürich (Platz 2) sowie Auckland und München (Rang 3). Den letzten Platz belegt wie auch in den Vorjahren Bagdad. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 231 Großstädten, die in diesem Jahr bereits zum 20. Mal veröffentlicht wurde.

Unter den Top-Ten des Städtevergleichs finden sich mit Düsseldorf (Rang 6), Frankfurt (7), Genf (8), Kopenhagen (9) und Basel (10) in der Mehrzahl europäische Städte. Daneben sind Neuseeland und Australien mit Auckland (2) und Sydney (10) vertreten. Hinzu kommt Kanada mit Vancouver auf Platz 5. „Wien überzeugt vor allem durch Sicherheit, einen sehr guten öffentlichen Nahverkehr und eine Vielfalt an Kultur- und Freizeiteinrichtungen“, erklärt Mercer-Expertin Ulrike Hellenkamp.

Zur Beurteilung der Lebensqualität jeder Stadt wurden 39 Kriterien analysiert, die aus Sicht von Mitarbeitern, die ins Ausland entsandt wurden, eine zentrale Rolle spielen. Diese Merkmale schließen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kommen Faktoren wie Gesundheit und Bildungsangebote.

„Wie erfolgreich ein Auslandseinsatz ist, hängt vom persönlichen und beruflichen Wohlergehen des einzelnen Expatriates und dem Wohlergehen seiner Familien ab”, sagt Slagin Parakatil, Principal bei Mercer und verantwortlich für die „Quality of Living“-Studien. „Eine schlechte Lebensqualität kann sich erheblich auf den Lebensstil eines Expatriates auswirken. Jüngere Generationen, insbesondere Millennials, haben oft hohe Ansprüche an Lifestyle, Freizeit- und Entertainmentmöglichkeiten. Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden, müssen sich ein vollständiges Bild von den Bedingungen vor Ort machen, um ihre Mitarbeiter ggf. angemessen für eine Verschlechterung des Lebensstandards zu entschädigen.“

„Organisationen, die die Eröffnung eines Büros an einem neuen Standort in Erwägung ziehen, sollten eine kurz-, mittel- und langfristige Bewertung der Infrastruktur der Stadt vornehmen. Durch die Globalisierung ist ein regelrechter Wettbewerb zwischen den Städten entstanden. Dieser fordert die Entscheidungsträger der Städte auf der ganzen Welt heraus, sich über die weltweiten Standards informiert zu halten und innovative Ideen voranzutreiben, um Menschen und Investitionen anzuziehen. Dies ist der Schlüssel zur Zukunft einer Stadt”, so Parakatil weiter.

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