Allein im ersten Quartal 2012 investierte Lenzing EUR 52,9 Millionen in Sachlagen und immaterielle Vermögenswerte (Vorjahres-Wert: EUR 41,9 Millionen). Diese Mittel wurden vor allem für den Bau der fünften Faserproduktionslinie bei der indonesischen Tochtergesellschaft PT. South Pacific Viscose (SPV) aufgewandt. 2012 werden voraussichtlich EUR 350 Millionen investiert. Bis 2015 soll dieser Betrag auf insgesamt rund EUR 1,6 Milliarden anwachsen, um eine jährliche Produktionskapazität von rund 1,2 Millionen Cellulosefasern zu erreichen. Dieses Jahr sollen rund 810.000 Tonnen Fasern hergestellt werden, die Produktionsanlagen waren im ersten Quartal 2012 zu 95 Prozent ausgelastet.
Derzeit durchläuft der globale Fasermarkt eine Konsolidierungsphase, die Mengennachfrage war dem derzeit flauen Marktumfeld angepasst. Im 2. Halbjahr 2012 rechnet Lenzing jedoch mit einer Verbesserung der globalen Wirtschaftslage und damit auch einem höheren Faserpreisniveau. Darauf lassen laut Unternehmensangaben etwa das Wachstum des globalen Konsums in China, die moderate Erholung der US-Konjunktur sowie die geringere Ernteerwartung für Baumwolle schließen.
Durch die Investitionen in den nächsten Jahren werden auch am Headquarters-Standort in Lenzing zusätzliche Mitarbeiter/-innen benötigt. Im Fokus stehen hier wie auch international Frauen, außerdem fordert Lenzing für Österreich mehr qualifizierte Migration.
Derzeit beschäftigt das Unternehmen 6.678 Mitarbeitende, im 1. Quartal 2011 waren es noch 6.444 Personen. Im Vorjahr verzeichnete der Faserhersteller zweistellige Prozent-Zuwachsraten bei Umsatz und Ergebnis, die EUR 2-Milliarden-Umsatzgrenze wurde 2011 erstmals erreicht. Produziert wird neben Österreich und Indonesien auch in Indien, China, den USA, Großbritannien, Deutschland und Tschechien.